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  • : Betrachtungen über unseren Umgang mit Emotionen, Wissen und der Zeit. Weitere Informationen auf www.m-huebler.de www.xing.com/profile/Michael_Huebler3
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  • Michael Hübler
  • Trainer, Berater, Coach, Experte für emotionale Kompetenzen
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1. Juli 2013 1 01 /07 /Juli /2013 10:40

Geben und Nehmen

Wir sind gesellschaftlich betrachtet durch ein unsichtbares Band aus Geben und Nehmen verbunden. Manche Teile der Gesellschaft weniger (ich erwarte nicht unbedingt Dankbarkeit von der Kassiererin bei Aldi für meinen Einkauf) - manche mehr (eine Gegenleistung für das Ausleihen meines Akkuschraubers an die Nachbarn wäre doch ganz schön).

Wenn diese Welten klar getrennt blieben, wüssten wir, woran wir sind. Doch leider tauchen immer wieder Vermischungen auf, die uns emotional verwirren.

Ein Beispiel aus dem privaten Bereich: Der Hort meiner Tochter veranstaltete an Pfingsten eine Freizeit für 8 Kinder, die im kommenden Schuljahr den Hort verlassen werden. Die Erzieherinnen knippsten davon 200 Bilder, die sie auf eine CD (etwas lieblos ohne Beschriftung und Hülle) brannten. Dafür verlangten sie einen Obulus von 5€. Wenn ich diesen Kauf tätige, befinde ich mich in der Warenwelt. Charakteristisch für die Warenwelt ist, dass mit dem Kauf einer Ware die Beziehung abgeschlossen wird. Damit gehe ich keinerlei Verpflichtung mehr ein.

Nun wurde diese 'Ware' allerdings im Rahmen eines Sommerfests verkauft, an dem von den eltern Erwartet wird, dass sie Kuchen und Salate spenden. Und damit befinden wir uns in der Welt der Geschenke und des langfristig beziehungsorientierten Miteinanders.

Hätten sie die CDs verschenkt (der Verdienst von etwa 40 € hält sich wohl in Grenzen), würde ich mich für das kommende Sommerfest (oder andere Aktionen) verpflichtet fühlen, hier wieder etwas gutzumachen (Mitarbeit in Projekten, Elternbeirat, 8 Salate oder Kuchen im Wert von 2-3 € + einen guten Ruf stehen hier auf der anderen Site der Bilanz). Mit dem Verkauf wurde allerdings die Beziehung einseitig aufgekündigt: „Ihr schuldet uns nun nichts mehr“ - was freilich die Entscheidungen in der Zukunft enorm beeinflusst.

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Published by Michael Hübler - in Entscheidungsfindung
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