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  • : Betrachtungen über unseren Umgang mit Emotionen, Wissen und der Zeit. Weitere Informationen auf www.m-huebler.de www.xing.com/profile/Michael_Huebler3
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  • Michael Hübler
  • Trainer, Berater, Coach, Experte für emotionale Kompetenzen
  • Trainer, Berater, Coach, Experte für emotionale Kompetenzen
13. Oktober 2011 4 13 /10 /Oktober /2011 08:26

Ausnahmsweise mal wieder ein Artikel aus fremder Feder: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-76229580.html

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26. Juli 2011 2 26 /07 /Juli /2011 09:10

Das subjektive Zeitparadoxon besagt, dass uns intensiv verbrachte Zeit, z.B. im Urlaub oder jedesmal, wenn wir etwas Neues machen, währenddessen sehr kurz(weilig) vorkommt. Im nachhinein erscheint sie uns allerdings als sehr ausgefüllt. Dahingegen empfinden wir Tätigkeiten wie Routinearbeiten als eher langatmig. Anschließend fühlt sich die so verbrachte Zeit als sehr kurz (beinahe wie geraubte Zeit) an. Dieses Kurz-Lang und Lang-Kurz-Phänomen wird jedoch in letzter Zeit immer mehr durch die modernen Medien konterkariert, die uns in ein Kurz-Kurz-Empfinden manövrieren: Die Zeit, die wir z.B. beim Internetsurfen verbringen erscheint uns sehr kurzweilig, da wir - anders als vor dem Fernseher - direkt und aktiv daran beteiligt sind. Im Nachhinein erscheint sie uns allerdings leider ebenso kurz und wenig erinnerungswürdig.

Spannende Versuche dazu finden Sie hier: link 

 

Wie könnte folglich ein Fazit lauten:

  • Ein stückweit ist dieses Paradoxon sehr sinnvoll: Wir können schließlich nicht andauernd und pausenlos Spannung ertragen oder diese Spannung künstlich befeuern. Vielleicht würden wir dann alle kaum älter werden als die gerade eben verstorbene Amy Winehouse. Nehmen wir einmal an, Amy hätte auf ihrer Überholspur doppelt so schnell gelebt. Dann wäre sie immerhin umgerechnet 54 geworden und nicht 27. Und mit Jimi Hendrix oder Jim Morrison wäre es sicherlich ähnlich. Wir alle brauchen eben auch ein paar Ruhephasen, um alt zu werden.
  • Folglich ist es wohl die klassische 50/50-Balance, die uns gut tut. Die Balance zwischen Neuem und Sicherem. Im Marketing gilt die Regel: Der Kunde braucht 50% Sicherheit und Bekanntes und 50% Neues. Sonst bekommt er entweder Angst, kann das Neue nicht einordnen oder springt andernfalls einfach nicht auf das zu verkaufende Produkt an. So oder so ähnlich lässt sich dies natürlich auch auf unser Restlalltagsleben übertragen. Dazu passt auch ein wunderbarer Spruch, den ich einmal von Tita von Hardenberg aufschnappte: Wir sollten uns angewöhnen, einmal in der Woche einen Weg zu gehen, den wir noch nie gegangen sind und mit einem Menschen zu sprechen, mit dem wir noch nie gesprochen haben. Das hält das Gehirn jung und wir bleiben damit auf Trab.  
  • Wenn Sie also wollen, dass Ihr Leben sich im Nachhinein als ausgefüllt anfühlt, sollten Sie in den Momenten, in denen Sie die Wahl haben, d.h. in aller Regel in der Freizeit, Dinge tun, die genau diese Mischung aus Spannung und Abenteuer einerseits und Erholung und Entspannung andererseits ausmacht. Wenn möglich wäre es natürlich auch im Beruf mehr als wünschenswert, genau diese Mischung zu haben.  
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25. Juli 2011 1 25 /07 /Juli /2011 21:45

 

In den 1920er Jahren saß einst die russische Psychologiestudentin Bluma Zeigarnik in einem Wiener Kaffehaus und nippte an einem Glas Tee. Da sie die menschliche Natur studierte, fiel ihr folgendes auf: Wenn ein Kunde nach der Rechnung fragte, konnten die Kellner sich alles erinnern, was der Kunde bestellt hatte. Doch nachdem der Gast die Rechnung bezahlt hatte, war dieses Wissen wie gelöscht.

Zeigarnik wurde neugierig bat daraufhin im Rahmen einer Studie Versuchspersonen, eine Reihe einfacher Aufgaben auszuführen, z.B. einen Stapel aus Spielsteinen aufzubauen oder Spielzeug in eine Kiste zu legen. Bei einigen Aufgaben unterbrach sie die Teilnehmer, bevor sie mit der Aufgabe fertig waren. Genau diese unterbrochenen Aufgaben wurden am Ende wesentliche besser erinnert als die vollendeten Aufgaben. 

Zeigarnik zufolge veranlasst der Beginn einer Handlung unser Gehirn, eine Art psychischer Unruhe zu erleben, die darauf drängt, das Begonnene zu Ende zu bringen. 

Nutzbar ist dieser Effekt z.B. im Rahmen von Aufschieberitis: Menschen mit Aufschiebezwang verschieben oft den Beginn bestimmter Tätigkeiten, weil sie sich von der Größe der anstehenden Aufgabe überfordert fühlen. Wenn sie diese Aufgabe jedoch in minikleine Teile unterteilen und mit einem dieser Teile beginnen, spüren Sie den Drang, die Aufgabe bis zum Schluss durchzuführen.

In Coachings gibt es dazu den Spruch:"Was wäre der kleinste Schritt in Richtung einer Besserung?"

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25. Juli 2011 1 25 /07 /Juli /2011 21:35

Untersuchungen vermuten, dass etwa 24% aller Menschen gerne Aufgaben aufschieben. In Wirklichkeit wird die Zahl (wenn ich so meine Zeitmanagement-Seminare scanne) weit größer sein. 

Aufschieberitis ist folglich ein weitverbreitetes Phänomen und geht meist auf vielerlei Ursachen zurück, unter anderem die Angst vor Versagen, Perfektionismus, ein niedriges Niveau an Selbstkontrolle, die Tendenz, Projekte als Ganzes zu sehen, anstatt sie in kleinere Teile aufzusplitten oder auch die Unfähigkeit, Zeitabschnitte genau abzuschätzen.

 

Mit einer kleinen paradoxen Übung lässt sich bereits einiges im Blick auf den Perfektionismus erreichen: Setzen Sie Ihrem strengen "Ich muss alles perfekt machen"-Antreiber einen inneren Erlauber entgegen, der z.B. sagt:"Ich werde alles tun, was ich kann, aber darf auch mal einen Fehler machen". 

 

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25. Juli 2011 1 25 /07 /Juli /2011 21:32

  Und wieder einmal ein Querverweis auf einen fremden Artikel, dieses mal vom Handelsblatt:  link

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25. Juli 2011 1 25 /07 /Juli /2011 09:51

Stellen Sie sich vor, jemand würde Sie von einem Tag auf den anderen von all Ihren Aufgaben befreien. Was würde dann noch von Ihnen übrig bleiben?

(Bitte machen Sie jetzt eine kurze dramatische Pause! Danke)

Dies erscheint uns beinahe genauso paradox wie die Frage: Was bleibt von uns übrig, wenn wir alle Rollen, die wir inne haben, einfach mal für ein zwei Tage abgeben würden? Einfach weg mit der Verantwortung, mit den Tätigkeiten und mit der Prägung unseres Ichs durch unsere Aufgaben. Zugegeben, das ist schon eine seltsame Vorstellung und die Meinungen gehen hier naturgemäß ins Extreme: Entweder bleibt dann gar nichts mehr von uns übrig. Oder aber irgendetwas in uns, eine Art letzte Steuerinstanz, ein Humunculus hinter dem Humunculus, ist noch da und schaut sich das Ganze aus der Vogelperspektive an.

Nachdem Sie sich hoffentlich von einem ersten Schrecken erholt haben, könnte sich dieser Zustand ganz entspannend anfühlen. Wow! Niemand will etwas von mir. Ich habe heute keine anstehenden Aufgaben zu erledigen. Ich kann vielleicht sogar Urlaub von mir selbst nehmen!

Und eigentlich ist es doch genau das, um was es im Selbst-, Stress und Zeitmanagement geht:

  • Abschalten lernen, um seine Balance nicht zu verlieren.

  • Sich nicht vereinahmen lassen von stressigen, anstehenden Aufgaben.

  • Und natürlich fit zu sein für neue Herausforderungen und sich ganz gezielt auf aktuelle Tätigkeiten konzentrieren.

Das heisst in anderen Worten: ein gutes Selbst- und Zeitmanagement sollte dafür sorgen, dass Sie Ihre ganz persönliche Balance finden zwischen Freiraum und Fokussierung. 

Ein Möglichkeit dazu bietet die Methode "Getting Things Done". David Allen beschreibt in seinen Büchern genau dieses Wechselspiel als Garant für Effektivität und Effizienz im Arbeiten, aber ebenso für die Chance, die eigene Balance zu erhalten und so seinen Stress zu reduzieren bzw. zu kontrollieren. Getting Things Done wird u.a. gut auf Wikipedia beschrieben: http://de.wikipedia.org/wiki/Getting_Things_Done

Doch wenn Sie sich nur online über Getting Things Done erkundigen, ergeht es Ihnen evtl. so wie mir. Denn zu Beginn dachte ich, Getting Things Done wäre eine rein technische Angelegenheit aus unterschiedlichen To-Do-Listen und Ablaufplänen. Doch weit gefehlt: In den Büchern von David Allen kommen v.a. auch die philosophischen Aspekte dieser Methode zum Tragen. Daher von meiner Seite aus: dicke Kaufempfehlung.

Fazit:

  1. Gewinnen Sie genügend Freiraum, um Ihren Kopf frei zu bekommen. Dies hilft Ihnen dabei, produktiver, kreativer und entspannter zu sein. Möglich wird dies v.a. durch Aufschreiben Ihrer Aufgaben, Planung in thematischen Blöcken und projektmanagementähnlichen Ablaufplänen.

  2. Konzentrieren Sie sich auf die Aufgaben, die aktuell anstehen. Dies fällt Ihnen umso leichter, wenn Sie zuvor alle anderen nicht anstehenden Aufgaben aufgeschrieben haben, um sich nicht daran erinnern zu müssen.

  3. Arbeiten Sie mit Erinnerungsmarkern, z.B. automatische emails an sich selbst, Terminkalender oder Monats-Hängeregistern, um nicht daran denken zu müssen, dass Sie an etwas denken sollten.

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25. Mai 2011 3 25 /05 /Mai /2011 14:54

Trauer, Angst, Wut, Ekel und Freude gelten als unsere Basisemotionen. Dabei gilt: Über Körpersprache und Gesten deuten kann ich Emotionen erkennen, jedoch keine Gedanken lesen. Denn hinter jeder Emotion können sich immer mehrere Ideen verstecken.

Enge Emotionen wie Enttäuschung und Unsicherheit

Enttäuschung

Langsame und enge Bewegungen sprechen grundsätzlich eher für Enttäuschungen und Trauer. Manche Menschen bekommen eine tiefere, sanftere, bisweilen auch zittrige Stimme. Die Mundwinkel gehen nach unten, die Unterlippe beginnt zu zittern, das Kinn ist gerunzelt bei sehr tiefer Trauer.

Weitere körpersprachliche Zeichen deuten:

  • die Augen blicken nach unten, Arme hängen nach unten, der Kopf ebenso

  • Gesten werden sparsamer

  • das Gesicht wird evtl. mit der Hand verdeckt

Unsicherheit

Auch Angst und Unsicherheit zeigt sich in engen, aber ein wenig weiteren Bewegungen. Detaillierte Merkmale können sein:

  • das Gesicht wird bleich

  • die Augen sind weit geöffnet, auch unter Schock, der eng mit Angst zusammenhängt

  • die Mundwinkel gehen nach hinten unten

  • Lippen lecken und Händereiben deutet ebenso auf Unsicherheit hin.

  • Die Arme werden häufig zum Schutz nach oben gezogen.

Oftmals halten sich Menschen unter Stress allzu gerne an etwas fest, z.B. an einem Koffer oder einem Stuhl. Viele Menschen beginnen ebenso heftig zu blinzeln und zeigen dadurch, dass sie unter Stress stehen bzw. nervös sind.

Beruhigungsgesten und Manipulatoren

Berüchtigt sind ferner alle Beruhigungsgesten: Frauen berühren sich gerne bei Unsicherheit im Bereich zwischen Ausschnitt und Hals, z.B. an der Halskette – Männer dagegen eher im Nacken, können aber auch an ihrer Krawatte herumnesteln. Ebenso nehmen Manipulatoren zu, z.B. Hände kneten, das Gesicht streicheln oder den Hals streicheln. All dies dient der Beruhigung von Nervenenden am Hals und im Gesicht.

Wut und Ekel

Wut und Ärger

Wut ist eine sehr raumgreifende Emotion. Sie steht für Territorialanspruch und Machtanspruch. Vor allem Jugendliche kratzen sich gerne am Kopf als Zeichen dafür, zum Schlag auszuholen.

Weitere Merkmale können sein:

  • eine laute Stimme und ein stechender Blick

  • fest aufeinander gepresste Lippen und zusammengebissene Zähne

  • das Dach aus beiden Händen in der "Merkel-Geste" als Zeichen für Territorialanspruch

  • hackende oder abwehrende Hände und geballte Fäuste

Merkmale von Ekel und Verachtung sind eine gerümpfte Nase oder ein asymmetrischer Mund.

Freude und Zufriedenheit

Freude zeichnet durch eine hohe körperliche Lebendigkeit aus. Oft erkennt man bereits am Gesicht die Freude, z.B. über weit geöffnete, leuchtende Augen oder das echte Duchenne-Lächeln.

Weitere Merkmale und Gestik deuten:

  • wippende Füße

  • Offenheit: offene Hände und Arme

Ein leicht geöffneter Mund kann leichtes Staunen oder auch Offenheit bekunden. Sie sind bereit etwas aufzunehmen - insbesondere unterstützt durch leichtes Hochziehen der Augenbrauen und dadurch offenere Augen. Sie sind bereit, allem zu folgen, was Ihr Gesprächspartner zu sagen hat - auch wenn es ungewöhnliche Ideen sind.

The hot phone

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23. Mai 2011 1 23 /05 /Mai /2011 15:22

Der folgende Artikel bezieht sich auf drei große Methoden systemischer Coachings: zirkuläre Fragen, innere Familiensysteme und Aufstellungen.

Zirkuläres Fragen

Zirkuläre oder systemisches Fragen gelten als Kernmethode systemischer oder systemtherapeutischer Praxis, um mittels Fragen zirkuläre Prozesse in Beziehungssystemen aufzudecken und starre Kommunikationsmuster durch gezielte Perspektivwechsel zu durchschauen und damit auch zu verändern.

Die Methode

Der Coach oder Therapeut fragt beispielsweise eine Person A: Wenn Du die Person B anschreist: Was würde Person C dazu sagen? Oder: Was würde Person C sagen, wenn Sie sieht, dass wir uns streiten? Oder: Was würde Papa sagen, wenn er sehen würde, dass Du Deinen Bruder schlägst? Oder: Was würde der Chef sagen, wenn er sehen würde, wie Du Deine Arbeit machst?

Das innere Familiensystem

Eine weitere Möglichkeit systemischer Coachings besteht in der Arbeit mit inneren Teilpersonen. Innere Teilpersonen sind Repräsentanten für einzelne Bedürfnisse und Motive in uns. So haben Sie vielleicht gleichzeitig einen Manager, Feuerlöscher, Leistungsmenschen, Ja-Sager, Genießer oder auch Abenteurer in sich. Immer dann, wenn Sie eine Entscheidung treffen, sitzen diese verschiedenen Bedürfnisse an einem Tisch und diskutieren darüber, was zu tun ist. Mal setzt sich der eine, mal der andere durch. Ein Denken in Teilpersonen erleichtert vielen Coachees das Verständnis für Widersprüche und Nachentscheidungskonflikte. Ziel des Coachings ist es folglich, alle gleichzeitig und gleichberechtigt ins Boot zu holen, um die Reue nach einer Entscheidung zu verhindern.

Bleiben Sie Herr oder Frau im eigenen Haus

Stellen Sie sich vor, es klingelt und an der Tür steht Ihr Nachbar, der sich über Ihre Kinder beschwert.

Sie geben schnell klein bei, um keinen großen Streit vom Zaun zu brechen. Doch als Sie die Tür schließen, ärgern Sie sich über Ihre Nachgiebigkeit. Was ist da passiert?

Während des Gesprächs war ein Anteil namens "Bloß keinen Streit" in Ihnen präsent, ein Verhalten, das auch Ihr Vater oftmals praktizierte. Doch später wurde der "sorgende Vater" wach.

Die Lösung:

Behalten Sie den Überblick und aktivieren Sie in diesem Fall auch den "sorgenden Vater" schon während des Gesprächs.

Systemisches Stellen

Ein guter systemischer Coach hat in der Regel systemische Aufstellungen in verschiedenen Variationen als weiteres Tool im Gespäck. Aufstellen kann man beinahe alles, z.B. Ziele, Hindernisse oder auch Ressourcen. Hierbei wird meist sehr schnell deutlich, um was es wirklich geht, warum Ziele nicht erreicht werden und um was sich der Coachee wirklich kümmern sollte.

Diese Art der systemischen Arbeit geht auf das Familienstellen u.a. nach Bert Hellinger zurück. Hier werden einzelne Personen als Familienmitglieder im Raum aufgestellt um bestimmte systemische Zusammenhänge herauszufiltern.

1 Legoland Deutschland | Source | Author Immanuel Giel | Date 2008-07
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17. Mai 2011 2 17 /05 /Mai /2011 18:46
Mentales Coaching als Hilfe in Veränderungsprozessen

Begriffsklärung und Ziele

Die Begriffe Mentalcoaching oder Mentaltraining kommen aus dem Sportbereich bzw. der Sportpsychologie. Dort wird es als Motivationstraining zur Leistungssteigerung und Optimierung der Bewegungsabläufe eingesetzt. Doch auch auf dem Coachingmarkt gibt es eine Vielzahl an Angeboten, die nicht immer ganz seriös sind. Dies liegt u.a. daran, dass weder der Coaching-Begriff, noch der Begriff des mentalen Trainings oder Coachings geschützt sind.

Ziele

Mentales Coaching hat das Ziel, die soziale und emotionale Kompetenz, kognitive Fähigkeiten, die Leistungsfähigkeit, das Selbstbewusstsein, die mentale Stärke oder das Wohlbefinden zu fördern.

Technik und Wirkungsweise

Ein mentales Training eignet sich u.a. dazu, negative Gedanken zu verändern. Wenn Sie sich eine optimistische Denkweise angewöhnen möchten, sollten Sie genau dies trainieren. Die moderne Gehirnforschung stellte nämlich fest, dass, wenn wir an etwas regelmäßig denken, dies auch die entsprechenden Bereiche im Gehirn trainiert. Neurowissenschaftler sprechen von Bahnungen des Gehirns. Damit fällt es später in der Realität leichter, im Geiste geübte Tätigkeiten auch tatsächlich auszuüben. Dazu sollten Sie allerdings nicht nur an etwas denken, sondern auch nachempfinden (auch körperlich), was Sie in einer bestimmten Situation in der möglichen Zukunft fühlen, wenn Sie den einen oder den anderen Weg gedanklich beschreiten. Oder Sie können mit inneren Bildern arbeiten, die Ihnen ebenso wichtige Informationen zu einer Situation liefern. Solche Bilder können später wunderbar als Anker benutzt werden, um eine gewünschte Emotion zu reaktivieren.

Da wir jedoch häufig, gerade bei angstbesetzten Themen, ein Problem damit haben, auch nur an etwas zu denken, ist es sinnvoll, sich zuerst zu entspannen. Dies kann mit einer Entspannungsmethode Ihrer Wahl oder einer ganz einfachen Freiraumübung geschehen: Schreiben Sie jetzt alles auf ein Blatt Papier, was Sie aktuell bedrückt. Damit haben Sie es vorerst ein wenig aus Ihrem Kopf verbannt und können sich Ihrem aktuell wichtigsten Thema nähern. Anschließend können alle vorher vereinbarten Ziele angegangen werden. Es kann folglich um die bessere Durchsetzung in einem Streit gehen, um das Fällen einer Entscheidung oder auch um das Trainieren von Entspannung in einer angespannten Situation gehen.Ein besonderer Trick bei angstbesetzen Themen

Geben Sie dem Thema eine Form, z.B. ein Bild, eine Figur oder etwas ähnliches. Dadurch können Sie das Thema in Ruhe betrachten, ohne davon vereinnahmt zu werden.

Fazit

Mentaltraining ist in der Tat eine sehr wirksame Methode, um etwas zu verändern. Sollten Sie einen Coach suchen, ist jedoch Vorsicht geboten. Am ratsamsten ist es, sich einen Coach zu suchen, der eine fundierte und anerkannte Zusatzausbildung am besten auf der Basis einer grundlegenden psychologischen Ausbildung hat. Von allen anderen Anbietern, die mal eben einen "Schnellkurs" absolviert haben, ist eher abzuraten. Ebenso bieten viele Coaches ein Mentalcoaching an, ohne dies so zu nennen, beispielsweise Focusing-Berater und -Therapeuten.
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2. Mai 2011 1 02 /05 /Mai /2011 16:59

Ausnahmsweise mal kein Artikel aus meiner Feder, sondern ein Artikel aus der Zeit: http://pdf.zeit.de/2011/18/Aufmerksamkeit.pdf

 

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