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  • Michael Hübler
  • Trainer, Berater, Coach, Experte für emotionale Kompetenzen
  • Trainer, Berater, Coach, Experte für emotionale Kompetenzen
23. Mai 2011 1 23 /05 /Mai /2011 15:22

Der folgende Artikel bezieht sich auf drei große Methoden systemischer Coachings: zirkuläre Fragen, innere Familiensysteme und Aufstellungen.

Zirkuläres Fragen

Zirkuläre oder systemisches Fragen gelten als Kernmethode systemischer oder systemtherapeutischer Praxis, um mittels Fragen zirkuläre Prozesse in Beziehungssystemen aufzudecken und starre Kommunikationsmuster durch gezielte Perspektivwechsel zu durchschauen und damit auch zu verändern.

Die Methode

Der Coach oder Therapeut fragt beispielsweise eine Person A: Wenn Du die Person B anschreist: Was würde Person C dazu sagen? Oder: Was würde Person C sagen, wenn Sie sieht, dass wir uns streiten? Oder: Was würde Papa sagen, wenn er sehen würde, dass Du Deinen Bruder schlägst? Oder: Was würde der Chef sagen, wenn er sehen würde, wie Du Deine Arbeit machst?

Das innere Familiensystem

Eine weitere Möglichkeit systemischer Coachings besteht in der Arbeit mit inneren Teilpersonen. Innere Teilpersonen sind Repräsentanten für einzelne Bedürfnisse und Motive in uns. So haben Sie vielleicht gleichzeitig einen Manager, Feuerlöscher, Leistungsmenschen, Ja-Sager, Genießer oder auch Abenteurer in sich. Immer dann, wenn Sie eine Entscheidung treffen, sitzen diese verschiedenen Bedürfnisse an einem Tisch und diskutieren darüber, was zu tun ist. Mal setzt sich der eine, mal der andere durch. Ein Denken in Teilpersonen erleichtert vielen Coachees das Verständnis für Widersprüche und Nachentscheidungskonflikte. Ziel des Coachings ist es folglich, alle gleichzeitig und gleichberechtigt ins Boot zu holen, um die Reue nach einer Entscheidung zu verhindern.

Bleiben Sie Herr oder Frau im eigenen Haus

Stellen Sie sich vor, es klingelt und an der Tür steht Ihr Nachbar, der sich über Ihre Kinder beschwert.

Sie geben schnell klein bei, um keinen großen Streit vom Zaun zu brechen. Doch als Sie die Tür schließen, ärgern Sie sich über Ihre Nachgiebigkeit. Was ist da passiert?

Während des Gesprächs war ein Anteil namens "Bloß keinen Streit" in Ihnen präsent, ein Verhalten, das auch Ihr Vater oftmals praktizierte. Doch später wurde der "sorgende Vater" wach.

Die Lösung:

Behalten Sie den Überblick und aktivieren Sie in diesem Fall auch den "sorgenden Vater" schon während des Gesprächs.

Systemisches Stellen

Ein guter systemischer Coach hat in der Regel systemische Aufstellungen in verschiedenen Variationen als weiteres Tool im Gespäck. Aufstellen kann man beinahe alles, z.B. Ziele, Hindernisse oder auch Ressourcen. Hierbei wird meist sehr schnell deutlich, um was es wirklich geht, warum Ziele nicht erreicht werden und um was sich der Coachee wirklich kümmern sollte.

Diese Art der systemischen Arbeit geht auf das Familienstellen u.a. nach Bert Hellinger zurück. Hier werden einzelne Personen als Familienmitglieder im Raum aufgestellt um bestimmte systemische Zusammenhänge herauszufiltern.

1 Legoland Deutschland | Source | Author Immanuel Giel | Date 2008-07
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17. Mai 2011 2 17 /05 /Mai /2011 18:46
Mentales Coaching als Hilfe in Veränderungsprozessen

Begriffsklärung und Ziele

Die Begriffe Mentalcoaching oder Mentaltraining kommen aus dem Sportbereich bzw. der Sportpsychologie. Dort wird es als Motivationstraining zur Leistungssteigerung und Optimierung der Bewegungsabläufe eingesetzt. Doch auch auf dem Coachingmarkt gibt es eine Vielzahl an Angeboten, die nicht immer ganz seriös sind. Dies liegt u.a. daran, dass weder der Coaching-Begriff, noch der Begriff des mentalen Trainings oder Coachings geschützt sind.

Ziele

Mentales Coaching hat das Ziel, die soziale und emotionale Kompetenz, kognitive Fähigkeiten, die Leistungsfähigkeit, das Selbstbewusstsein, die mentale Stärke oder das Wohlbefinden zu fördern.

Technik und Wirkungsweise

Ein mentales Training eignet sich u.a. dazu, negative Gedanken zu verändern. Wenn Sie sich eine optimistische Denkweise angewöhnen möchten, sollten Sie genau dies trainieren. Die moderne Gehirnforschung stellte nämlich fest, dass, wenn wir an etwas regelmäßig denken, dies auch die entsprechenden Bereiche im Gehirn trainiert. Neurowissenschaftler sprechen von Bahnungen des Gehirns. Damit fällt es später in der Realität leichter, im Geiste geübte Tätigkeiten auch tatsächlich auszuüben. Dazu sollten Sie allerdings nicht nur an etwas denken, sondern auch nachempfinden (auch körperlich), was Sie in einer bestimmten Situation in der möglichen Zukunft fühlen, wenn Sie den einen oder den anderen Weg gedanklich beschreiten. Oder Sie können mit inneren Bildern arbeiten, die Ihnen ebenso wichtige Informationen zu einer Situation liefern. Solche Bilder können später wunderbar als Anker benutzt werden, um eine gewünschte Emotion zu reaktivieren.

Da wir jedoch häufig, gerade bei angstbesetzten Themen, ein Problem damit haben, auch nur an etwas zu denken, ist es sinnvoll, sich zuerst zu entspannen. Dies kann mit einer Entspannungsmethode Ihrer Wahl oder einer ganz einfachen Freiraumübung geschehen: Schreiben Sie jetzt alles auf ein Blatt Papier, was Sie aktuell bedrückt. Damit haben Sie es vorerst ein wenig aus Ihrem Kopf verbannt und können sich Ihrem aktuell wichtigsten Thema nähern. Anschließend können alle vorher vereinbarten Ziele angegangen werden. Es kann folglich um die bessere Durchsetzung in einem Streit gehen, um das Fällen einer Entscheidung oder auch um das Trainieren von Entspannung in einer angespannten Situation gehen.Ein besonderer Trick bei angstbesetzen Themen

Geben Sie dem Thema eine Form, z.B. ein Bild, eine Figur oder etwas ähnliches. Dadurch können Sie das Thema in Ruhe betrachten, ohne davon vereinnahmt zu werden.

Fazit

Mentaltraining ist in der Tat eine sehr wirksame Methode, um etwas zu verändern. Sollten Sie einen Coach suchen, ist jedoch Vorsicht geboten. Am ratsamsten ist es, sich einen Coach zu suchen, der eine fundierte und anerkannte Zusatzausbildung am besten auf der Basis einer grundlegenden psychologischen Ausbildung hat. Von allen anderen Anbietern, die mal eben einen "Schnellkurs" absolviert haben, ist eher abzuraten. Ebenso bieten viele Coaches ein Mentalcoaching an, ohne dies so zu nennen, beispielsweise Focusing-Berater und -Therapeuten.
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