Overblog Folge diesem Blog
Administration Create my blog

Über Diesen Blog

  • : Blog von zeitbalancen.over-blog.de
  • Blog von zeitbalancen.over-blog.de
  • : Betrachtungen über unseren Umgang mit Emotionen, Wissen und der Zeit. Weitere Informationen auf www.m-huebler.de www.xing.com/profile/Michael_Huebler3
  • Kontakt

Profil

  • Michael Hübler
  • Trainer, Berater, Coach, Experte für emotionale Kompetenzen
  • Trainer, Berater, Coach, Experte für emotionale Kompetenzen
9. Mai 2012 3 09 /05 /Mai /2012 17:15

Ob Ihnen jemanden symphatisch erscheint oder nicht, sagt Ihnen i.d.R. Ihre Intuition nach wenigen Minuten. Doch manchmal werden wir auch manipuliert, z.B. wenn uns jemand anlächelt und es aber nicht so meint, uns berührt oder uns etwas schenkt, obwohl wir dies gar nicht wollen. Dies kann verwirrend wirken. Denn jemand, der uns etwas schenkt und dabei lächelt und uns sanft am Arm berührt ist doch eigentlich sympathisch, oder nicht?

Signal 1: Das Lächeln

Lächeln bzw. Freude gehört, laut Paul Ekman zu den sieben Grundemotionen. Überall auf der Welt wird dieses Signal verstanden und mit Wohlwollen und Vergnügen gleichgesetzt. Lächelt Sie ein Mensch herzlich an, dies erkennen Sie am breit nach oben gezogenen Mund und den verengten Augen inklusive den kleinen Lachmuskeln um die Augen herum, ist das Lächeln echt.

Doch Vorsicht! Wir neigen auch dazu, vorschnell einem falschen Lächeln Glauben zu schenken. Denn dadurch haben wir das Gefühl, dass alles in Ordnung wäre. Außerdem lassen sich Wut oder Enttäuschungen kaum unterdrücken, allerdings mit Hilfe eines künstlichen Lächelns maskieren.

Signal 2: Blickkontakt und Pupillenweite

Wichtig ist dabei die Frequenz und Dauer der Blicke. Dabei gilt: Unsichere Menschen tendieren dazu, immer wieder den Blickkontakt für einen kurzen Moment zu suchen, während dominante Menschen den Blickkontakt länger halten können. Zudem besagen Studien der Universität Oxford, dass ein langer Blickkontakt dann nicht als bedrohlich eingestuft wird, wenn er von einem Lächeln und einem freundlichen 'Augengruß' begleitet wird. Unsere Pupillen vergrößern sich immer dann, wenn wir etwas näher ergründen wollen. Dies muss nicht automatisch für Sympathie oder Wohlwollen, sondern kann auch für Gier, Überraschung oder Angst stehen. Auch hier ist es wichtig, dass das Auge mehr Input bekommt. Weite Pupillen stehen aber definitiv nicht für Wut, Ekel, Verachtung oder Langeweile. Interessant ist in diesem Zusammenhang die folgende Erkenntnis: Blauäugige reagieren wesentlich stärker mit Weitungen der Pupillen, was insbesondere blauäugige Frauen grundsätzlich attraktiver macht.

 

Signal 3: Sanfte Stimme

Eine sanfte, weiche Stimme löst bei den meisten Menschen positive Gefühle, zumindest jedoch keine Ängste aus. Dies liegt daran, dass eine wütende, aufgeregte Stimme i.d.R. höher ist. Eine tiefere, ruhige Stimme signalisiert damit:"Von mir droht Dir keine Gefahr!" Allerdings stehen tiefere Stimmen auch für Trauer. Vermutlich fühlen sich helfende Menschen damit noch mehr zu trauernden und leidenden Menschen hingezogen. Sollten Sie selbst sanfte Stimmen wenig attraktiv finden, so könnte es daran liegen, dass Sie ruhige, weiche Stimmen mit wenig Leistungsbereitschaft oder Trägheit assoziieren.

 

Signal 4: Körperliche Nähe und Körperkontakt

Die Intimzone in unserem Kulturkreis beträgt etwa eine Armlänge rund um den Körper herum. Kommt uns jemand zu nahe, bspw. beim Einkauf oder in der U-Bahn, fühlen wir uns schnell bedroht. Ein erstes Zeichen der Sympathie ist daher der Respekt unserer Intimzone. Ein Kollege, der diese Schwelle, v.a. bei Frauen, unerlaubt, gezielt und dauerhaft überschreitet, wird wohl kaum die goldene Sympathiekrone bekommen.

Auf der Schwelle dieser Zone wird ein an uns interessierter Mensch versuchen, in diese Zone langsam und respektvoll mit Hilfe einladender Gesten einzudringen, z.B. mit offenen Armen oder einem angedeuteten Vortrittlassen. Besteht die Erlaubnis, die Intimzone zu betreten, passiert dies v.a. in beruflichen Kontexten meist seitlich zueinander.

Als nächster Schritt folgt die Berührung. Auch hier gilt: Wer uns berühren darf, den finden wir sympathisch und umgekehrt. Allerdings wirken sich Berührungen geschlechtsspezifisch ganz unterschiedlich aus. Wenn bspw. eine Kellnerin einen Gast 'rein zufällig' berührt, steigt anschließend das Trinkgeld. Bei Kellnern kann dies schnell nach hinten losgehen. Bei Verkäufern sieht die Sache schon wieder anders aus, da Verkäufer Kunden grundsätzlich, z.B. beim Händeschütteln, berühren. Allerdings macht es einen Unterschied, ob uns jemand mit beiden Händen fest umgreift oder umarmt, wie es Politiker so gerne tun ("Wer würgt hier wen?"), oder ob uns jemand sanft, aber bestimmt die Hand drückt oder leicht auf die Schulter klopft.

 

Signal 5: Anpassung, Körperhaltung und Gesten

In der Körpersprache gibt es drei Grundhaltungen: Überspannung, Unterspannung und die goldene Mitte. Überspannte Menschen können dominant, wütend oder auch ängstlich sein, mindestens aber in dieser Situation angespannt, unruhig und evtl. überreizt. Wenn es sich um Wut handelt ist die Körperhaltung gekennzeichnet durch harte Gesten und einen angespannten, nach vorne gerichteten Oberkörper. Wenn es sich um Angst handelt hat die Körperhaltung etwas nervöses, die Gesten werden defensiver. Beide Typen werden kaum Sympathie für Sie empfinden, da sie entweder gegen Sie kämpfen oder vor Ihnen davonlaufen wollen. Die Unterspannung hingegen deutet auf Trägheit, Trauer oder Enttäuschung hin – ebenfalls keine gute Basis für Sympathie. Bleibt noch die goldene Mitte übrig, gekennzeichnet durch offene Arme und eine angemessene Körperspannung, was auf die Offenheit hindeutet, sich mit Ihnen intensiver auseinanderzusetzen. Doch auch Gesten können Offenheit und Lockerheit signalisieren.

All das hat auch mit einer gewissen Anpassung zu tun haben. Denn wenn sich andere an uns in Körperhaltung und Gesten anpassen merken wir, dass sie mit uns mitfühlen. Sie fühlen dann schließen implizit ähnlich wie wir. Doch auch hier gilt es vorsichtig zu sein: Denn benutzen genau dieses Spiegeln unserer Körperhaltung, um unsere Sympathie zu gewinnen, allerdings aus wenig altruistischen Gründen.

Und: Sympathie findet ebenso auf einer optischen Ebene statt, nämlich wenn uns jemand soziokulturell ähnlich sieht. Doch auch hier kann eine Anpassung stattfinden, die eher manipulativ statt echt gemeint ist.

 

Signal 6: Emotional-sprachlicher Inhalt und Respekt

Wichtig ist ferner, ob Ihr Gegenüber ein großes Interesse an Ihnen zeigt und dies auch durch Fragen, nicht nur fachlicher, sondern auch persönlicher Natur, z.B. zu Hobbies oder Ihrem Wohlbefinden, zum Ausdruck bringt. Ausreden lassen gehört hier ebenso zum guten Ton wie nicht sofort mit einer Gegenthese kontern.

 

Signal 7: Geschenke und Einladungen

Geschenke und Einladungen sind in Asien wichtige Rituale, anderen Gegenüber Wertschätzung zu zeigen, auch wenn dies bisweilen zu einem seelenlosen Ritual verkommt, worauf die zahlreichen japanischen Gebrauchte-Geschenke-Läden hinweisen. Auch bei uns heisst es: Geschenke erhalten die Freundschaft. Doch Vorsicht! Manche Geschenke sollen eine Bindung aufbauen, die Ihnen mehr schadet als nutzt. Denn beschenkt werden heisst auch: Ich sollte etwas zurückgeben, um nicht als Schmarotzer dazustehen oder mein Gegenüber zu beleidigen. Vor diesem Hintergrund wird das Schenken von Sekten oder Verkäufern mit Hilfe von kleinen Bibeln, Blumen und USB-Sticks oftmals ausgenutzt, indem es unser schlechtes Gewissen antriggert. Daher gilt: Jemand der etwas schenkt, sollte dies ohne einen Hintergedanken tun, um die gegenseitige Bindung zu vertiefen.

Repost 0
Published by Michael Hübler - in Körpersprache
Kommentiere diesen Post
11. April 2012 3 11 /04 /April /2012 13:59

Habe soeben einen spannenden Artikel in der Wirtschaftswoche entdeckt:

http://www.wiwo.de/erfolg/trends/checkliste-woran-sie-luegner-erkennen/5498180.html

Repost 0
Published by Michael Hübler - in Körpersprache
Kommentiere diesen Post
11. April 2012 3 11 /04 /April /2012 10:37

Erkennen Sie die Emotionen in den Gesichtern anderer?

Testen Sie sich selbst. Eine Auflösung erfolgt demnächst an dieser Stelle. Ein kleiner Tipp von Oscar Wilde:"Wenn ich mal keine Ahnung habe, was mein Gegenüber gerade denkt oder fühlt, mache ich einfach seine Mimik nach."

 

Bild 1 

trauer joh2

 

Bild 2

entsetzen2

 

Bild 3

uberrachung_joh2.jpg

 

Bild 4

wut2.jpg

 

Bild 5

 verachtung2.jpg

 

Rückfragen gerne per mail an info@m-huebler.de

Repost 0
Published by Michael Hübler - in Körpersprache
Kommentiere diesen Post
25. Mai 2011 3 25 /05 /Mai /2011 14:54

Trauer, Angst, Wut, Ekel und Freude gelten als unsere Basisemotionen. Dabei gilt: Über Körpersprache und Gesten deuten kann ich Emotionen erkennen, jedoch keine Gedanken lesen. Denn hinter jeder Emotion können sich immer mehrere Ideen verstecken.

Enge Emotionen wie Enttäuschung und Unsicherheit

Enttäuschung

Langsame und enge Bewegungen sprechen grundsätzlich eher für Enttäuschungen und Trauer. Manche Menschen bekommen eine tiefere, sanftere, bisweilen auch zittrige Stimme. Die Mundwinkel gehen nach unten, die Unterlippe beginnt zu zittern, das Kinn ist gerunzelt bei sehr tiefer Trauer.

Weitere körpersprachliche Zeichen deuten:

  • die Augen blicken nach unten, Arme hängen nach unten, der Kopf ebenso

  • Gesten werden sparsamer

  • das Gesicht wird evtl. mit der Hand verdeckt

Unsicherheit

Auch Angst und Unsicherheit zeigt sich in engen, aber ein wenig weiteren Bewegungen. Detaillierte Merkmale können sein:

  • das Gesicht wird bleich

  • die Augen sind weit geöffnet, auch unter Schock, der eng mit Angst zusammenhängt

  • die Mundwinkel gehen nach hinten unten

  • Lippen lecken und Händereiben deutet ebenso auf Unsicherheit hin.

  • Die Arme werden häufig zum Schutz nach oben gezogen.

Oftmals halten sich Menschen unter Stress allzu gerne an etwas fest, z.B. an einem Koffer oder einem Stuhl. Viele Menschen beginnen ebenso heftig zu blinzeln und zeigen dadurch, dass sie unter Stress stehen bzw. nervös sind.

Beruhigungsgesten und Manipulatoren

Berüchtigt sind ferner alle Beruhigungsgesten: Frauen berühren sich gerne bei Unsicherheit im Bereich zwischen Ausschnitt und Hals, z.B. an der Halskette – Männer dagegen eher im Nacken, können aber auch an ihrer Krawatte herumnesteln. Ebenso nehmen Manipulatoren zu, z.B. Hände kneten, das Gesicht streicheln oder den Hals streicheln. All dies dient der Beruhigung von Nervenenden am Hals und im Gesicht.

Wut und Ekel

Wut und Ärger

Wut ist eine sehr raumgreifende Emotion. Sie steht für Territorialanspruch und Machtanspruch. Vor allem Jugendliche kratzen sich gerne am Kopf als Zeichen dafür, zum Schlag auszuholen.

Weitere Merkmale können sein:

  • eine laute Stimme und ein stechender Blick

  • fest aufeinander gepresste Lippen und zusammengebissene Zähne

  • das Dach aus beiden Händen in der "Merkel-Geste" als Zeichen für Territorialanspruch

  • hackende oder abwehrende Hände und geballte Fäuste

Merkmale von Ekel und Verachtung sind eine gerümpfte Nase oder ein asymmetrischer Mund.

Freude und Zufriedenheit

Freude zeichnet durch eine hohe körperliche Lebendigkeit aus. Oft erkennt man bereits am Gesicht die Freude, z.B. über weit geöffnete, leuchtende Augen oder das echte Duchenne-Lächeln.

Weitere Merkmale und Gestik deuten:

  • wippende Füße

  • Offenheit: offene Hände und Arme

Ein leicht geöffneter Mund kann leichtes Staunen oder auch Offenheit bekunden. Sie sind bereit etwas aufzunehmen - insbesondere unterstützt durch leichtes Hochziehen der Augenbrauen und dadurch offenere Augen. Sie sind bereit, allem zu folgen, was Ihr Gesprächspartner zu sagen hat - auch wenn es ungewöhnliche Ideen sind.

The hot phone

Repost 0
Published by Michael Hübler - in Körpersprache
Kommentiere diesen Post