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  • Michael Hübler
  • Trainer, Berater, Coach, Experte für emotionale Kompetenzen
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20. November 2013 3 20 /11 /November /2013 22:15

Ein Gastartikel von Luisa Solms (Springest).springest-logo-signatur.gif1b-Logo-Weiterbildungstag-2012_S-178x60.jpeg

 

E-Mails checken, Fenster putzen, Einkäufe erledigen - wenn es um das Erledigen wichtiger Aufgaben geht treten Nebensächlichkeiten in den Vordergrund - und das meist ungeachtet der Tatsache, dass die To-Do-Liste von Bachelorarbeit und Klausuren angeführt wird, die Einkäufe hingegen einen der hinteren Plätze belegen. Woran aber liegt es, dass wir wichtige Aufgaben aufschieben und wie können wir der Aufschieberitis ein Ende setzen?

Faulheit oder Prokrastination?

Fast jeder hat sich schon einmal dabei ertappt, wichtige Aufgaben aufgeschoben zu haben. Ob Bachelorarbeit oder Bewerbungsschreiben aufsetzen, wer Aufgaben aufschiebt, die beruflich oder persönlich relevante Ziele betreffen, gehört zu den Prokrastinierern. Prokrastination, im Volksmund auch als Aufschieberitis bekannt, bezeichnet das Aufschieben unangenehmer Tätigkeiten. Das Aufschieben lässt sich dabei deutlich von Faulheit abgrenzen. So kann Faulheit als Ursache des Aufschiebeverhaltens ausgeschlossen werden, wenn der Betroffene einen im Allgemeinen aktiven Lebensstil führt und nur im Hinblick auf bestimmte, wichtige Aufgaben passiv ist. Wer schon seit Monaten an der Abschlussarbeit sitzt, ohne ein Wort geschrieben zu haben, jedoch in anderen Lebensbereichen ein normales Aktivitätsniveau zeigt, wird sein Aufschiebeverhalten nicht auf Faulheit zurückführen können.

 

Einfache Aufschieberitis - einfache Gegenmittel

Sofern die Aufschieberitis noch in einer leichten Art auftaucht, ist es hilfreich, große Aufgaben in kleine Bausteine zu unterteilen. Ein Beispiel: Masterarbeiten bestehen nicht nur aus der Masterarbeit ansich, sondern ebenso aus den Bausteinen ...

  • Themenfindung,

  • Absprache mit dem Betreuer,

  • Literaturrecherche,

  • Gliederung, usw. bis zu

  • Lektorat und binden lassen.

Eine Auflistung aller relevanten Bausteine einer großen Aufgabe ermöglicht zwei Dinge:

  1. ergibt sich eine bessere Übersicht und Planung aller Teilaufgaben. Viele auf den ersten Blick überfordernden Aufgaben bekommen so eine größere Klarheit und erscheinen mit einem mal bewältigbar.

  2. üben Aufgaben, die mit einer kleinen Teilaufgabe gestartet wurden einen Erfüllungs-Sog aus. Wenn ich damit begonnen habe, ein Thema zu finden und Literatur auszuleihen, fällt es anschließend um einiges leichter, auch tatsächlich mit dem Schreiben zu beginnen.

 

Persönliche und berufliche Nachteile durch Aufschieben

Nimmt das Aufschiebeverhalten allerdings solche Ausmaße an, dass persönliche Beschwerden auftreten, empfiehlt es sich, einen Prokrastinations-Experten aufzusuchen. So zum Beispiel die Prokrastinationsambulanz der Westfälischen-Wilhelms-Universität in Münster. Hier können Studierende Rat suchen, wenn das Aufschiebeverhalten pathologische Ausmaße annimmt. Laut einer Querschnittstudie der Universität Münster leiden 7 Prozent der Studierenden an der Arbeitsstörung und erreichen überdurchschnittliche Prokrastinationswerte. Gerade unter Studierenden ist die Aufschieberitis weit verbreitet. Doch nicht nur in Münster wird etwas unternommen, um dem Aufschiebeverhalten von Studenten entgegenzuwirken. Auch die Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten, u.a. eine Initiative der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder und mittlerweile an kaum einer Uni nicht zu finden, hat zum Ziel, prokrastinierende Studierende zu unterstützen. Gemeinsam mit hunderten Studenten soll in einer Nacht aufgeholt werden, was in den letzten Monaten aufgeschoben wurde. Und tatsächlich fällt vielen Studenten das Lernen unter Gleichgesinnten leichter. Doch nicht jedem kann so geholfen werden. Chronischen Aufschiebern ist meist nur wenig geholfen. Um Ursachen und aufrechterhaltende Faktoren der Prokrastination zu identifizieren sowie mangelhafte Planungskompetenzen und Defizite im Zeitmanagement oder der Konzentrationsfähigkeit zu verbessern, sollten Betroffene eine Prokrastinationsbehandlung in Anspruch zu nehmen.

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10. Oktober 2012 3 10 /10 /Oktober /2012 07:55

Schön, wenn wir Beinfreiheit haben und unsere Kreativität ausleben können. Doch ab und an wächst sich die Kreativität zu einem kaum noch zu bändigenden Chaos aus und wir hätten einfach gerne ganz banal ein wenig mehr Ordnung und Struktur im Leben oder schlicht und ergreifend am Schreibtisch. Doch leider ist es nicht so einfach, die alte Routine des "da liegt es ja eigentlich ganz gut" zu verändern. Viele von Ihnen können hier sicherlich ein Liedchen davon singen. Hier kann die sehr einfache, aber genau deshalb so erfolgreiche 5S-Methode zur Arbeitsplatzorgansiation und -standardisierung gute Dienste leisten, um die Arbeitseffizienz und Produktivität durch verringerte Suchzeiten zu erhöhen.

Und so geht's:

1. (Aus-)Sortieren

Wenn Sie Ihren Arbeitsplatz durchgehen: Was davon brauchen Sie wirklich und was nicht? Was brauchen Sie häufiger und was weniger häufig? Gibt es Orte, an denen manche Dinge besser aufgehoben wären (Lager, Keller, Kollege)? Können Sie manche Dinge komplett entsorgen, weil Sie sie niemals benutzen? Aussortiert bzw. gelöscht werden können aber auch e-mails oder alte Dateien. Und weiter: Denken Sie bei manchen Aufgaben auf Ihrer ToDo-Liste, die Sie ungern machen wollen, genau darüber nach, warum dies so ist. Und dann heisst es: Change it, love it oder leave it. Sprich: Kann ich etwas verändern? Wenn nein, gibt es nur zwei weitere Möglichkeiten: Akzeptieren und lieben lernen oder (vielleicht doch lieber dieses Facebook-Kontakt) löschen!?Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, ob Sie etwas "löschen" können, richten Sie dafür einen vorübergehenden Platz ein und verfassen dem "Ding" ein Haltbarkeitsdatum: Wenn sich nicht innerhalb des nächsten Monats ein Nutzen ergibt: Weg damit. Stellen Sie sich im Zweifel die Frage, die wir auch aus dem Linder-Axiom kennen: Was kostet mich eine Neuanschaffung und was kostet mich die Lagerung (inkl. Abstauben und Nerven)?

Effekt: Mehr Übersicht, Platzgewinn, Gedanken über Wertigkeit

2. Systematisieren und ordnen

Schauen Sie sich in Ihrer Arbeitsumgebung um und betrachten Sie die Anordnung der Gegenstände. Haben Sie alles in greifbarer Nähe, was Sie für die tägliche Arbeit benötigen? Finden Sie alles auf Anhieb oder müssen Sie Papierstapel wegschieben und durchwühlen? Vielleicht hilft Ihnen eine kleine Skizze Ihrer Greif- oder Laufwege. Das Faultier in uns sagt: Der Weg eines Dokumentes von Ihrer Hand zu seinem angestammten Ort muss so kurz wie möglich sein. Manchmal sind zur Hilfe entsprechende Markierungen und Beschriftungen (z.B. auf Ordnern) sinnvoll, um Dinge auch langfristig an den gleichen Orten wiederzufinden. Auch die üblichen Reiter und Unterteilungen in Ordnern und Schubfächern sind unumgänglich. Überlegen Sie, wie lange Sie benötigen, um etwas zu finden. Ist es bei einem regelmäßig benutzen Objekt (z.B. ein Taschenrechner) länger als 1 Minute, sollten Sie darüber nachdenken, was Sie verändern können.

Effekt: Übersichtlichkeit, schneller Zugriff, Zeitgewinn, Stressverminderung, Fehlervermeidung

 

3. Sauberkeit

Hier geht es nicht nur darum, den Arbeitsplatz zu säubern, um ihn für sich selbst, für Kunden und Kollegen einladender zu machen, sondern auch um den Aspekt der Gesundheit bzw. des Ausschaltens von Gefahrenquellen. Der Reinigungsaspekt kann sich sowohl auf die reale als auch virtuelle Welt beziehen (Stichwort: Virenscanner, um den Computer wieder schneller zu machen). Zudem sollten Bedingungen geschaffen werden, damit das Reinigungspersonal auch reinigen kann (z.B. leere Tische).

Effekt: Vorbeugende Wartung durch Mängelerkennung, Erhöhung der Arbeitssicherheit, höhere Motivation der Mitarbeiter durch Wohlbefinden, Langlebigkeit der Akten, Werterhaltung

 

4. Standardisierung und Routinen

Die erarbeiteten Grundlagen werden in diesem Schritt standardisiert und auf andere Arbeitsplätze, an denen gleiche Tätigkeiten ausgeführt werden, übertragen. Um auch langfristig erfolgreich zu sein, lohnt es sich die „Fünf-Minuten-Regel“ einzuführen. In so mancher Ausgabe der "Brigitte" wird schon seit vielen Jahren der morgendliche 15-Minuten-Gang durch die Wohnung propagiert, um erstmal ganz paretotechnisch das Gröbste aufzuräumen. Warum also nicht auch im Büro? Jeder Mitarbeiter nimmt sich folglich einmal täglich fünf Minuten Zeit, am besten gleich am frühen Morgen, um auf seinem Arbeitsplatz wieder die herkömmliche Ordnung herzustellen und somit auch beizubehalten. So können auch Tagesroutinen eingeführt werden wie: 

  • 8:00-8.30 die wichtigsten Mails beantworten,
  • Tagesübersicht erstellen bis 9.00. Auf der To-Do-Liste die 1-3 wichtigsten Aufgaben markieren und die ersten Schritte dazuschreiben,
  • 9-12.00 Kundenkontakte, dazwischen an den anstehenden Aufgaben arbeiten. Usw.

Sich (neue) Routinen anzueignen heisst aber auch alte Routinen zu verändern. Überlegen Sie sich daher bei jedem mal, wenn Sie etwas ablegen wollen: Passt es dorthin? Wenn nein: Legen Sie es an seinen angestammten Platz oder finden Sie einen geeigneten. Stellen Sie sich die Frage: Was habe ich mir über die Zeit hinweg angewöhnt (z.B. Mappe rausnehmen und nicht mehr zurücklegen) und was möchte ich verändern? Auf Teamebene haben sich für Routinen sogenannte One-Page-Standards (Infografiken, Prozessabläufe, Entscheidungsbäume o.ä.) als erfolgreich herauskristallisiert.

Dazu Erkenntnisse aus der Lernpsychologie:

1. Machen Sie mind. jeden 2.Tag etwas für Ihre Ordnung.

2. Halten Sie die neuen Gewohnheiten 4-6 Wochen durch.

Erst dann kann eine neue zur alten Gewohnheit werden.

Effekt: Neue Gewohnheiten werden trainiert, der Standard wird gehalten und wirkt sich auch schnell auf die Umgebung (z.B. neue Mitarbeiter) aus. Wenn die neuen Routinen zu alten Routinen werden, läuft alles von alleine.

 

5. Selbstdisziplin und Motivation

Der letzte Punkt ist eigentlich ein Metapunkt, denn ohne Selbstdisziplin funktionieren auch die anderen 4S nicht. Für dauerhafte Erfolge ist folglich Selbstdisziplin unabdingbar. Stellen Sie sich Fragen wie:

  • Warum ist mir die Ordnung am Arbeitsplatz so wichtig?
  • Inwieweit kann ich mich dann besser auf meine Arbeit konzentrieren?
  • Wie könnte meine Arbeit in der Zukunft aussehen?
  • Was würde mein Umfeld sagen?
  • Welche verdeckten Gewinne habe ich, wenn alles beim alten bleibt (z.B. wer sucht, muss nicht arbeiten und kann sich mit gleichgesinnten über sein Chaos unterhalten oder den beliebten Spruch "das Genie usw." als Banner vor sich hertragen)?
  • Wie kann ich es schaffen, mich (oder mein Team) entsprechend zu motivieren?

Die Erkenntnisse können von motivierenden Zukunftsvisionen (z.B. als Grafik der Laufwege) über das Bloßlegen der eigenen Stolpersteine bis hin zu einfachen Belohnungen gehen. 

Effekt: Die Umgewöhnung beginnt Spaß zu machen. Der vermeintliche Widerspruch zwischen Ordnung und Kreativität löst sich auf.

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25. September 2012 2 25 /09 /September /2012 12:47

Sie laborieren an etwas herum, das Sie immer wieder von Ihrer eigentlichen Tätigkeit ablenkt?

In einem anderen Artikel stellte ich für Ablenkungen die Pomodoro-Technique und AUA-Liste vor.

Doch manchmal sagt Ihnen Ihr Körper durch sein Abschweifen:

Mach mal eine Pause! Mach mal was ganz anderes!

Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten:

1. Sie bleiben dran und quälen sich durch den Tag. Nicht gerade sinnvoll und v.a. unproduktiv! Außerdem landen Sie dann nur allzuoft auf Internetseiten, von denen Sie nicht wissen, wie sie dahin gekommen sind.

2. Sie fertigen eine Liste an mit lauter Tätigkeiten, die Sie

  • schon immer mal machen wollten,
  • die Ihnen gut tun und Ihnen helfen zu entspannen und zu regenerieren,
  • die gut für die Beziehungspflege ist, usw.  

Wichtig: Auf der Liste sollte nur Tätigkeiten stehen, die Spaß machen. Offensichtliche Arbeitstätigkeiten haben hier nichts verloren.

Der Effekt: Die nutzen Ihre Zeit sinnvoll mit vermeintlich unsinnigen (weil nicht direkt Arbeit) Tätigkeiten.

 

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25. September 2012 2 25 /09 /September /2012 12:28

Heute möchte ich Ihnen ein verblüffend einfaches, aber dennoch sehr hilfreiches Tool für das eigene Zeitmanagement vorstellen. Teils als Not-to-do-Liste bekannt, nenne ich sie die Aua-Liste.

 

  Stellen Sie sich vor, Sie sitzen an Ihrem Arbeitstisch und werkeln vor sich hin. Doch immer, wenn Sie gaaanz  knapp davor sind, in einen guten Flow zu kommen, taucht mal wieder ein kleines Monster namens Zeitdieb auf. Schau'n wir uns mal an, was wir hier alles haben:

  • z.B. ein kleines "ich will es meinen Kollegen recht machen und kann deshalb schlecht Nein sagen"-Monster
  • oder ein "hoppla! das hab ich doch glatt vergessen"-Monster
  • oder auch ein "das ist aber spannend"-Monster

Und schon sind wir draußen aus unserem Beinahe-Arbeitsfluss (neudeutsch: Workflow) und kommen nur wieder schwer in die Gänge. Facebook, "und dann sollte ich noch einkaufen", "und den sollte ich noch anrufen", und und und ist da einfach zu verlockend!

 

Was also tun?

 

Kommt jetzt endlich die AUA-Liste? Einen Moment Geduld noch! Sie kommt gleich.

 

Doch zuerst gibt es noch eine kleine Methode names Pomodoro-Technique (siehe hier: http://www.pomodorotechnique.com). In aller Kürze:

  • Nehmen Sie eine Eieruhr (es muss ja nicht immer eine in Tomatenform sein!) und stellen diese auf 1 - 1/2  Stunden ein.  
  • Machen Sie sich an eine Aufgabe, die ein wenig länger braucht.
  • Schalten Sie äußere Störquellen nach Möglichkeit ab.
  • Immer wenn eine innere Störung kommt (das sind ja dann wohl "Gedanken und Ideen"), schreiben Sie diese auf einen Zettel und machen weiter mit Ihrer ursprünglichen Tätigkeit.

Und nun endlich: die AUA-Liste:

Fertigen Sie, bevor Sie sich an den Schreibtisch setzen eine Liste mit Tätigkeiten an, die Sie heute auf keinen Fall tun wollen, z.B.:

  • kein Facebook
  • keine Recherche im Internet über 1 Stunde
  • keinen Anruf von XY entgegennehmen
  • usw.

Damit briefen Sie Ihr Gehirn. Und vermutlich wissen Sie jetzt auch, warum ich der Liste diesen Namen gebe: immer dann, wenn Sie doch gegen Ihre eigenen Regeln verstoßen, bekommen Sie einen kleinen inneren geistigen Stromstoß!

 

Viel Spaß bei der Umsetzung wünscht Ihnen,

Michael Hübler

 

PS: Rückmeldungen und Erfahrungen sind wie immer herzlich willkommen.

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25. September 2012 2 25 /09 /September /2012 10:10

Spannendes, sehr sehr lesenswertes Interview mit dem Promenadologen Bertram Weisshaar. Kleiner Ausschnitt:

"Zu Fuß, im ICE, oder in 10.000 Metern Höhe: Die Erlebnisdichte ist jeweils anders. Es gibt aber eine komische Entwicklung: Man reist nicht mehr – man kommt an."

 

Mehr unter: http://www.zeit.de/reisen/2012-07/interview-bertram-weisshaar

 

Meine Erfahrungen dazu aus Urlauben: Menschen, die sich einen Wagen mieten, um 5 Burgen / Tag anzusehen, waren stets unglücklicher als wir, die wir nur eine Burg erwandern konnten. Der gewohnte "schnell noch ..." -Streß des Alltags wird so auch in den Urlaub mitgenommen.

 

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13. September 2012 4 13 /09 /September /2012 14:26

   Wo befinden sich Ihre Baustellen (Arbeitsorganisation, Aufschieberitis, Prioritäten setzen, Nein sagen, Umgang mit Stress)? Welche Baustelle würden Sie gerne angehen? Wenn wir einen Zukunftsblick wagen: In einem halben Jahr hat sich in genau dieser Baustelle etwas zum besseren verändert. Woran würden Sie dies merken?

 

 

ja

stimmt weitgehend

stimmt eher nicht

nein

Mein Schreibtisch ist in der Regel chaotisch.

 

 

 

 

Ich arbeite nicht mit Todo-Listen o.ä.

 

 

 

 

Ich verliere oft den Überblick über meine Aufgaben.

 

 

 

 

Eingehende e-mails bleiben oft lange liegen.

 

 

 

 

Ich vergesse häufig Unterlagen o.ä., wenn ich zu einer Besprechung gehe.

 

 

 

 

Ich vergesse häufig Termine.

 

 

 

 

Es fällt mir schwer, Aufgaben zeitlich einzuschätzen.

 

 

 

 

Projekte“ gehen oftmals so ineinander über, dass es kaum die Möglichkeit eines guten Abschlusses gibt.

 

 

 

 

Ich schiebe gerne mal unangenehme Sachen auf.

 

 

 

 

Es fällt mir schwer, ganz bei einer Sache zu bleiben.

 

 

 

 

Häufig fällt es mir schwer Prioritäten zu setzen.

 

 

 

 

Am Abend bleiben i.d.R. wesentliche Aufgaben liegen.

 

 

 

 

Durch stetiges Krisenmanagement kann ich kaum planen.

 

 

 

 

Ich fühle mich fremdgesteuert.

 

 

 

 

Meine Kollegen sehen oft andere Prioritäten als ich.

 

 

 

 

Ich helfe mehr anderen als dass ich zu meinen eigenen Aufgaben komme.

 

 

 

 

Mir fällt es schwer, Nein zu sagen.

 

 

 

 

Ich tendiere dazu, manchmal zu schnell zu sein und Aufgaben nochmal machen zu müssen.

 

 

 

 

Pausen machen wird bei uns nicht gerne gesehen. 

 

 

 

Ich vergesse oft Pausen zu machen, worunter meine Gesundheit und Leistungsfähigkeit leidet.

 

 

 

 

Ich tendiere dazu, Aufgaben parallel zu bearbeiten.

 

 

 

 

Ich fühle mich oftmals überlastet.

 

 

 

 

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13. September 2012 4 13 /09 /September /2012 11:36

Selbstmanagement ist die Kunst, gut sowohl mit seinen eigenen Ressourcen und damit auch mit der Zeit umzugehen, als auch effektiv (zielorientiert) und effizient (leistungsorientiert) vorwärtszukommen. Dabei kann man sich das Leben auch ganz schön schwer machen, wie Sie an den 10 schlimmsten Selbstmanagementfallen sehen können:

  1. Wer parallel arbeitet, schafft mehr!

  2. Vorbereitung lohnt sich nicht!

  3. Ich sollte meinen Tag zu 100% verplanen!

  4. Wer sich Ziele setzt wird doch nur enttäuscht!

  5. Die Dinge richtig erledigen statt die richtigen Dinge erledigen!

  6. Ich sollte alles möglichst perfekt erledigen!

  7. Wer zu gut strukturiert ist, kann nicht mehr kreativ sein!

  8. Erholung und Beziehungsarbeit sind Zeitdiebe!

  9. Nein sagen ist unhöflich!

  10. Unter Stress lässt sich am besten arbeiten!


Wenn es da mal nichts zu diskutieren gibt!



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19. Januar 2012 4 19 /01 /Januar /2012 11:36

  Aufschieberitis kann als Ursache Perfektionismus haben, muss aber nicht. Die folgende Grafik macht dies deutlich:

 

Aufsch

 

Doch warum tendieren Menschen mit einem Perfektionismus-Syndrom dazu, Dinge aufzuschieben? Ganz einfach: Sie können oftmals ihren eigenen Ansprüchen nicht genügen und da sie dies unbewusst wissen, schieben sie die anstehende Aufgabe lieber weit von sich. Denn dann müssen sie sich auch nicht vor einem schlechten Ergebnis vor sich selbst schämen.

 

Empfehlungen für Menschen mit Perfektionismus-Aufschieberitis

I. Die Innere-Erlauber-Übung:

  • Welche inneren Sprüche tauchen in der Regel auf, wenn Sie sich mal wieder zu sehr in ein Thema verbissen haben (z.B. "Du musst der Beste sein" oder "Du darfst keine Fehler machen") und daher nicht weiterkommen? Solche inneren Antreiber sind meistens hilfreich, schießen aber ab und auch mal über das Ziel hinaus.  
  • Überlegen Sie sich nun einen Inneren-Erlauber-Spruch, der den inneren Antreiber ein wenig besänftigt, z.B. "Gib dein Bestes, aber nicht mehr" oder "Ich versuche Fehler zu vermeiden, aber sie gehören dennoch zum Leben dazu".

II. Konzentration auf das Wesentliche

Wie können nicht jede Aufgabe und auf jedem Gebiet gleichermaßen perfekt sein. Daher gilt es Prioritäten zu setzen. Dies kann bedeuten:

  • Ein zeitliches Prioritäten setzen bedeutet, innerhalb eines Prozesses zu untersuchen, was wann am wichtigsten erscheint. Ein Bsp. aus der betrieblichen Systemanalysen: Kurzfristig erhöht sich durch Kürzungen an Fortbildungen der Gewinn im Unternehmen. Langfristig wirken sich solche Kürzungen allerdings auf die Moral und Weiterbildung der Mitarbeiter aus. Und dies bedeutet indirekt: Rückgang der Gewinne. Folglich gibt es kurzfristige ebenso wie langfristige Strategien, die sich evtl. nicht einmal ausschließen müssen.  
  • Inhaltlich: Innerhalb eines Problems / einer Entscheidung / einer Aufgabe gibt es immer Aspekte, die einen großen Einfluss auf andere ausüben, während andere Aspekte eher eine periphere Bedeutung haben. Ein Bsp.: Sie wollen eine perfekte Wohnung. Allerdings wird es schwer, sowohl eine perfekte Sicht, einen ruhigen Ort, eine gute Anbindung und ein wunderschönes Bad mit Badewanne und einen Balkon zu bekommen. Mittels einer Einflussanalyse können Sie schnell herausfinden, dass der Faktor "Größe" sich auch auf die "Helligkeit" auswirkt oder der Faktor "Anbindung" sich auch auf die "Möglichkeit im Grünen zu spazieren (wenn auch nicht unbedingt direkt von der Haustür aus)" auswirkt. Badewanne und Balkon sind hingegen zwar nette Gimmicks, haben jedoch insgesamt wenig bis gar keine Auswirkungen auf andere Faktoren. 

 

Eine solche Einfluss-Analyse (ohne den Preis, da dieser ja meist gesetzt ist) könnte in etwa so aussehen:

 einflwhg

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18. Januar 2012 3 18 /01 /Januar /2012 08:56

Die Eisenhowerquadranten werden den meisten von Ihnen vermutlich weitgehend bekannt sein. Einen kurzen Einstieg finden Sie hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Eisenhower-Prinzip

Doch was kann man alles damit tun? Für sehr erhellende Gesichter sorgt immer wieder die Möglichkeit, die Eisenhower-Prinzipien als Analyse-Instrument zu benutzen. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:

  • Schätzen Sie als erstes ein, wieviel Zeit Sie in Ihrer täglichen Arbeit in welchen Quadranten verbringen.
  • Nun können Sie verschiedene Strategien (S1-4) fahren, die auf die jeweiligen Quadranten (Q1-4) zugeschnitten sind:

eisi kon

 

Erläuterungen:

  • Sollten Sie viel Eigenzeit besitzen, d.h. die Möglichkeit haben, mit wenig Außendruck zu arbeiten, sind die Strategien im Quadranten 1 die richtigen für Sie: Erhöhen Sie Ihre Konzentrationsfähigkeit, Lernen Sie, besser zu planen (z.B. mit Getting Things Done), usw.
  • Verbringen Sie (als Feuerlöscher) viel Zeit im 2. Quadranten, sollten Sie versuchen, dies durch eine gute Planung zu verbessern. Allerdings wird es immer auch Zeiten geben, in denen Sie dies nicht schaffen werden, z.B. weil die Strukturen in Ihrer Arbeit so sind, wie sie eben sind. Hier gilt es, zu lernen mit diesem Stress umzugehen, z.B. indem Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren (Prioritäten setzen) oder mit einem guten Selbstvertrauen die Kontrolle behalten.
  • Haben Sie jedoch viel "Kleinkram" zu erledigen (Q3), kann es Sinn machen, auch mal Nein zu sagen und zu delegieren, sofern dies überhaupt möglich ist. Alternativ ist es in diesem Quadranten wichtig, solchen "Kleinkram" zügig und mit möglichst wenig Energieaufwand abzuarbeiten (z.B. nachmittags um 14.00).
  • Und über Q4 brauche ich glaube ich nicht mehr viel zu schreiben. 
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13. Oktober 2011 4 13 /10 /Oktober /2011 08:26

Ausnahmsweise mal wieder ein Artikel aus fremder Feder: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-76229580.html

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